ein reisereport:
Insel des ewigen Frühling:
Unten Sonne – pur – oben Regen – pur



Hochebene, Richtung -> Parque Natural da Madeira. Bis zum Pass am ->Bocca da Encumeada (1.007 m) haben wir es geschafft. Sturm- und Regenböen – und doch immer wieder blaue Flecken im Grau, durch die das sonnenbestrahlte Meer in der Ferne lugte, liessen erahnen, wie schön wild und tropisch die Natur hier ist. Und das bei Sonne ? – wäre zu schön gewesen. Und dann war die Strasse durch die -> Paul da Serra, das Hochland gesperrt: wegen Erdrutsch und Reparaturarbeiten. Also blieb nur, von Funchal kommend, die Weiterfahrt hinunter zur Nordküste. Nach Beira das Lapas, nach -> Sao Vicente und ->Ponta Delgada. Alles kleine Orte entlang einer zerklüfteten Küste direkt unterhalb der Serra, an der sich die Wolken herzhaft ausregneten. Absolut sehenswert im Nord-Osten sind in dem Ort Santana die malerischen -> Santanahäuser (Madeira-Häuser). Kleine bunte strohgedeckte Häuser, deren Dach nahezu bis zum Boden reicht. Fast wie bunte Zelte. – Nord- und Südküste werden in der Mitte der Insel durch einen Tunnel unter der Serra ( unter Bocca da Encumeada) verbunden – der zu einer vortrefflichen ‚Trockenstation’ für unzählige völlig durchnässte Biker mutierte.
Kreuzfahrer landet man im Hafen an und läuft ihm buchstäblich in die Arme. -> Cristiano Ronaldo überlebensgross in typischer Siegerpose. Vor dem Museum von wem? Ronaldo natürlich. Und das neben einem super-edel Hotel von ihm, in dem der Personenkult nahezu pervertiert wird. CR7. Für Fussball desinteressierte: die 7 ist die Trikotnummer dieses Herrn.?
->Funchal, das Herz Madeira’s
als schmackhaftes Gemüse. Fast so gross wie kleine Maiskolben und wirklich äusserst schmackhaft. Oder Bananen in allen Grössen und Krümmungen. Oder die Pracht und Vielzahl der Blumen – eben die Blumeninsel. Allen voran die -> Strelitzie, die Wappenblume Madeiras. In den Gassen rund um die Markthalle befinden sich eine ganze Reihe kleiner Restaurants mit fanffrischem Fisch u.a. Auch hier gilt: Marktbummel am frühen Vormittag und dann gemütlich in einer der bunten Kneipen Wein und kleine Speisen geniessen.
vorhanden. Auf ganz Madeira. Schade. Der Wanderweg wird von Kilometer zu Kilometer leerer. – Die Steilküste westlich von Funchal bietet eine Vielzahl von teils bizarren Aussichtspunkten. Wie u.a. das -> Cabo Girao mit Blick senkrecht nach unten. Durch den Glasboden eines skywalks. Oder eine Fahrt mit der Seilbahn, entweder nach festen Zeiten oder auf Zuruf je nach Bedarf, hinunter zur Bananplantage auf dem schmalen Streifen zwischen Meer und Fels -> Fajos do Cabo Girao. Hier lädt ein kleines Strandrestaurant zur Mittagspause mit porgugiesischer Küche. – Überhaupt gastronomisch ergeben sich keinerlei Probleme. Wer sich nicht rundum im Hotel kaserniert versorgen lassen will findet überall Angebote, von der Frittenbude bis zum Sterne-Edelrestaurant. In Funchal. In den Aussenbezirken, in den Städtchen entlang der Küste.
Madeira ist zweifelsohne eine, ja mehrere Reisen wert. Wetter ist Glücksache oder, wer kann, schielt ein bisschen auf die langfristigen Prognosen. Und wer dann die Sonne auch über der Serra erwischt, kann ein atemberaubendes Kontrastprogramm zwischen ‚faulem’ Badeurlaub und tropischen Bergwandertouren geniessen. Gerade das Hochland und durch die Schluchten entlang der Bewässerungskanäle, der -> Levadas. Die Insel wird vom Bananenanbau dominiert. Das ursprüngliche Gold Madeiras, der Rohrzucker ist nahezu verschwunden. Den Schnaps gibt’s natürlich noch ?