Lissabon

ein reisereport:

Die weisse Stadt am Tejo – unser Tipp 2017

Weil – diese Stadt das ganz Jahr hindurch zu einem Besuch einlädt. Ein Wochenende, eine Woche oder mehr. Lassen Sie uns mit einem groben Überblick und ein paar Tips für den Lissabon-Neuentdecker beginnen. Es ist schliesslich die Stadt der Eroberer, der Entdecker, der >Descobrimentos. Das Denkmal, >Padrao dos Descobrimentos  ,dieser Welteroberer am Ufer des Tejo, ist denn auch eine der Attraktionen und eigentlich ein Must für jeden Stadtbesucher.

Lissabon lässt sich zu Fuss erkunden, aber Achtung: es geht zu beiden Seiten, zur >Alfama wie zum >Bairro Alto steil bergauf – und wieder bergab. Man kann die U-Bahn oder Strassenbahn oder den Bus nutzen. U-Bahn vor allem vom bzw. zum Flughafen (Rossio – Flughafen, einmal umsteigen, ca. 40 Minuten). In die Vororte am Tejo nutzt man die Bahn. > Für alle gilt: Kaufen sollte man sich eine wiederaufladbare >Viva Viagem   Karte. Ist billiger als jeweils einzeln bezahlen. Automaten stehen in jeder grösseren Station. Aufladen kann man auch in nahezu allen Bahnen.

Jedoch der Reihe nach. Nehmen Sie sich am besten einen Stadtplan zur Hand und suchen sich dort die nun vorgestellten Zielpunkte raus. Ausgang unserer Betrachtungen ist das Zentrum des „alten“ Lissabon, der zentrale Platz >Rossio. Wir schauen nach Süden in Richtung auf den >Tejo (oder auch Tajo). Die >Oper in unserem Rücken ebenso den alten >Bahnhof Rossio, am oberen,nördlichen Ende der >Baixa. Der Rossio lädt immer zu einem Päuschen ein, auf einen >Galao oder >Pingado allemal oder einen Snack. Sicher, evtl. ein bisschen teurer als in den Seitengassen – aber hier tobt das Leben. Oder gleich nebenan auf/um den >Praca da Figueira. Das portugiesiche Lebensgefühl des >Saudade mischt sich hier mit dem einer kleinen betriebsamen Metropole. So  dass man von ‚toben‘ eigentlich nicht reden kann. Ähnliches hatten wir auch zu >Kopenhagen schon gesagt.

Wir befinden uns hier in der >Unterstadt (Baixa). Der Rossio wird mit der Einkaufstrasse >Rua Augusta zum anderen zentralen Platz der Stadt unmittelbar am Tejoufer, dem >Praca do Comercio verbunden. (Hier finden gerne open-air Konzerte statt oder auch die Sylvester-Feier mit grossem Feuerwerk) Auf der Rua Augusta wechslen sich Einzelhandelsshops mit Souvenierläden, Tavernen etc ab. Selbst im Winter kann man hier meist draussen in den Cafes/Restaurants in der Strassenmitte das Leben geniessen. Die Parallelstrasse zur linken ist Lissabon’s Fressgasse (im Frankfurter Sinn). Schon nach kurzem Weg steht man rechts am Ende einer Querstrasse, der Rua de Sta. Justa, vor einem weiteren Wahrzeichen der Stadt, dem >Eisen-Fahrstuhl des Herrn Eiffel, dem >Elevador de Sta. Justa. Eine seiner ersten grossen Ingenieurleistungen, lange vor der Erstellung des Turms in Paris. Aber man steht auch schnell vor einer ellen-langen Schlange auf eine Auffahrt wartender Touristen. Diese Wartezeit können Sie sich getrost sparen. Auf die Aussichtsplatt-form kommen wir noch später. Entweder gehen Sie an der Warteschlange vorbei und gelangen schnell auf die langsam ansteigende >Rua do Carmo, die von rechts vom Rossio raufkommt. Jetzt erreichen wir den Stadtteil >Chiado. Diese Strasse wird von den Shops der bekanntesten Modelables dominiert. Ein paar Meter weiter treffen Sie auf der linken Seite auf ein „Warenhaus„: Centro Comercial dos Armazens do Chiado. Sie sind dann allerdings schon in der 4. Etage des Hauses, das aus den Ruinen des > grossen Brandes 1988 als zentrale kommerzielle Anlaufstelle wieder auferstanden ist. Hier finden Sie die Läden sowohl bekannter Namen als auch kleine Manufakturen oder den Elektronikfilialisten bzw. Buchladen Fnac. In der obersten Etage wartet ein ‚Food-center‘ – also kleine Restaurants auf Sie. Empfehlenswert hier u.a. die ‚Suppenküche‘. Halten Sie sich am Scheitelpunkt der >Rua do Carmo nach rechts und biegen  in die >Rua Garrett  , setzt sich die Einkaufstrasse fort. Biegen Sie in die erste Strasse nach rechts ab, >Calcada do  Sacramento, gelangen Sie nach einigen hundert Metern zur Plattform des ‚Tour Eiffel‘. Ein Blick von hier über Lissabon ist dringend zu empfehlen. Kurz hinter der Plattform sehen Sie die Ruinen des Klosters >Convento do Carmo, das bei dem >grossen Erdbeben 1755 zerstört wurde.

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Zurück zum Rossio: Hinter uns liegt einer der ältesten Bahnhöfe der Stadt, >Estacao Central do Rossio. Auch heute noch interessant. Etwas oberhalb des Bahnhofs, entweder per pedes oder mit Standseilbahn, erreicht man einen der schönsten Ausblicke auf Alfama und Castello: >Miradouro Sao Pedro de Alcantara. –  Und wo wir gerade bei Aussichtspunkten sind: das Pendant hierzu ist der >Miradoura da Nossa Senhora do Monte, am Nordende der Alfama gelegen. Übrigens nebenan liegt das gleichnamige >Hotel/Albergo mit eben diesem traumhaften Blick auf die Stadt, den Tejo und das Umland, von der obersten Etage, dem Frühstücksraum  aus.

Jetzt wenden wir uns  einmal zur linken Seite, vom Rossio aus: unmittelbar neben dem Rossio finden wir den >Praca da Figueira. Hier fährt auch die bekannte >Strassenbahnlinie 28 – Electrica 28 – ab. Leider meist total überfüllt – aber lohnenswert als eine der autentischsten Sightseeingtouren. Der Weg führt nämlich zunächst durch die ‚linken‘ Hälften Lissabons, durch >Castelo und die >Alfama (Altstadt). Und die wird dominiert vom >Castelo de Sao Jorge. Das Castelo ist ein unbedingtes Must! Auch wer das Castelo nicht besichtigen will, dem sei der Blick einerseits auf die Stadt und andererseits auf den >Tejo, die Statue des >Christo Rei , die unterhalb der Alfama liegende >Kathedrale Se, die am Tejo gelegenen Denkmäler > Descobrimentos und den >Torre de Bellem mit dem etwas rechts hinter der Hauptverkehsstrasse liegenden Kloster >Mosteiro dos Jeronimos empfohlen. Mit einem der sehenswertesten Kreuzgänge oder bei gutem Wetter in der Ferne, rechts nach Nord-West, die Höhenzüge um das Städtchen >Sintra. Jeder dieser Plätze ist einen eigenen Ausflug / eine Besichtigung wert.

Bleiben wir am >Tejo. Halt nein! Zurück zum Rossio: wir blicken jetzt nach rechts! Denn jede Unterstadt (Baixa) hat ja auch eine Oberstadt, das >Bairro Alto.Und das ist für viele eines der highlights. Sicher auf dem Fels gelegen, konnte das grosse Erdbeben diesem Stadtteil wenig anhaben. Anfangs war es der Zeitungsmacher-Stadtteil, quasi die Fleetstreet. Heute sind in die historischen Häuschen kleine, hoch modische Boutiquen, Buchläden, Antiquitätenshops und !! Kneipen eingezogen. Bairro Alto ist also so was wie in Düsseldorf die Altstadt – und Zentrum des >Fado. Fadosänger geben sich in den Kneipen die Klinke in die Hand. Sowohl in touristenamtlich organsierten Showeinlagen als auch „einfach zum Flair dazugehörend“. Ähnlich den Kneipen z.B. im Pariser Bastille-Viertel. Wir hatten mal das grosse Glück zu sehr, sehr später Stunde in ein Restaurant geraten zu sein, in dem sich die Fado-Sänger wohl zum „Feierabend“ trafen – und dann eine Fado-Session abzogen. Toller Lissabon-Abschiedsabend damals. Einfach mal reinschauen – das Essen ist, meist, portugiesisch authentisch und einfach und gut!!

Einmal auf dem >Praca do Comercio angekommen, sollte man auf jeden Fall den Ausblick über die Weite des Tejo geniessen – mit der gewaltigen Brück des 25. April im Hintergrund. Ein Blick, der sich gerade bei Sonnenuntergang lohnt!  Nun besteht die Möglichkeit, sich nach rechts zu wenden, am Tejo-Ufer entlang zu bummeln in Richtung >Cais do Sodre. Dem Bahnhof zu den am Tejo gelegenen Vororten. Hier laden am Ufer, in den ehemaligen Hafenschuppen viele >Kneipen, Clubs, Bars, Restaurants zum Verweilen ein. Oder in den Bahnhof zu gehen (das weisse einstöckige Gebäude, ein bisschen vom Fluss weg gelegen) und dort einen der Züge zu besteigen. Fahren alle 10-20 Minuten, mit der Viva-Vagem-Karte nutzbar. Entweder von hier aus zweit Stationen bis >Alcantara, unmittelbar unter der >Brücke des 25. April gelegen. Von hier führt eine Uferpromenade bis hin zum >Denkmal der Descobrimentos und zum >Torre de Belem. Unterwegs finden Sie jede Menge Restaurants oder Bars zum Rasten und Geniessen. Auf dem Weg passieren Sie eine ganze Reihe auch wieder sehens- und besuchenswerter >Museen (z.B. Kunstmuseum, Meeresmuseum). Am Torre angekommen, empfiehlt sich natürlich eine Besichtigung, wenn Warteschlange zu lang dann ist eine Kloster-Besichtigung ein absolutes Muss . Schnellstrasse per Fussgängerbrücke überqueren und Richtung Klsoter tippeln – oder die Strassenbahn hier in Belem besteigen und wieder zum Rossio/Figueira zurückzufahren.

Oder Sie bleiben im Zug und fahren bis zur Endstation >Cascais. Dieses Ziel eignet sich für einen ausführlichen Tagesausflug. Zunächst  ein Bummel vom Bahnhof aus durch die Fussgängerzone zum kleinen Fischereihafen und Badestrand. Die Fussgängerzone ist eine Mischung aus kleiner ShoppingMall und Touristenshops. Das Viertel um/vor der Bucht ist eine ‚Touristen-Fress-Meile’, was nicht abwertend gemeint sein soll!  Auf der Terasse des Hotels Bahya einen Kaffee geniessen und das Treiben in der Bucht beobachten. Wäre eine Alternative. Oder: >Boca do Inferno wäre dann ein weiteres sehenswertes Ziel. Man  geht  um die Bucht rechts herum und folgt der Strasse leicht bergauf, nach ca. ½ Stunde erreichen Sie das Boca, ein Naturspektakel in den zackigen Felsstrukturen des Steilufers mit bis zu 10m hohen Fontänen, insbesondere im Winter. Die Strasse ist hier wiederum gesäumt von Restaurants und Touristengeschäften. Der hier angebotene Fisch ist nicht zu verachten! Wer – im Sommer – den Tagesakzent lieber auf Sonne-Sand-Meer setzt, dem sei eine Weiter-Wanderung ( oder besser per Bus eine Weiterfahrt Linie 405 bzw. 415 ab Cascais bzw. Boca do Inforno) zum gewaltigen Sandstrand von >Guincho empfohlen. Sandstrand ohne Gefahr, sich oder anderen auf die Füsse zu treten. Warm ist der Atlantik eigenltich weniger.

Alternative hierzu: in Cascais wieder durch die Fussgängerzone hoch und dann rechts halten. Dann kommen Sie auf die Uferpromenade und erreichen nach ca. 3-4 km den Ort >Estoril. Immer dicht am Atlantik entlang. Auf der Promenade hat es Imbissstände, Eisdielen, Restaurants, Bars zu hauf. Verhungern oder Verdursten unmöglich. Und wer immer noch nicht genug hat, besucht in Estoril das >Casino. Eines, wenn nicht das, berühmteste des Landes.

Zurück zum >Praca do Commercio: wendet man sich nach links, gelangt man zu/mit den Fährschiffen auf die andere Seite des Tejo. >Barrairo oder >Almada (Statue Christo Rei).  Auf die andere Seite gelangt man übrigens auch in Alcantara, unter der Brücke 25 April. Die kleinen Orte auf der gegenüberliegenden Seite locken durchaus zu einem netten Bummel (Almada) oder einem ruhigen Mittagessen in einer kleinen Taverne. Touristisch ist es hier eher ruhig. Mit dem Linienbus wäre ein Ausflug zur >Statue des Christo  angeraten. Toller Blick runter auf den Tejo, die >Brücke des 25. April (San Francisco Feeling) und auf ganz Lissabon. Unmittelbar gegenüber des Commercio sind die Ortschaften eher industriegeprägt (Barrairo). Eine Fahrt mit dem Linienbus durch die Lagunenlandschaft und -Orte zum >Outlet-Center Freeport in >Alcochete wäre eine Möglichkeit. Dauert aber gut 60-70 Minuten.
Das Outlet Freeport wäre für Shopping-Fans natürlich wieder einen eigenen Ausflug wert. Dann würden wir eher die Version: Shuttle-Bus vom >Platz Pombal/Praca Marques de Pombal zu nutzen. Fährt vormittags mindestens zweimal, dauert ca. 30 Minuten, kostet 10€. Freeport ist ein Outlet-Center wie wir es eigentlich überall finden, egal ob in Roermond, Ingolstadt, etc. – hat allerdings Lables anzubieten, die es in den anderen nicht unbedingt gibt. Weiterer Reiz wäre eine der >längsten Brücken- Hochstrassen-Konstruktionen (gute 17 km lang) über das Polder-Lagunengebiet, die der Bus dann überfährt: >Ponte Vasco da Gama.
Apropos: Pombal – hier sind wir dann im ‚modernen’ Lissabon mit den grossen renomierten Hotels/Hotelketten, Geschäften und Restaurants. Hier finden wir auch u.a. den >Corte Ingles (quasi die spanische Kaufhof-Kette). Ausflugswert wäre aber in jedem Fall der quasi hier beginnende, nach Norden fortlaufende Botanische Garten: >Parque Eduardo VII. Ein grosses Gartenareal zum Pausieren oder sogar Picknicken. Oder ganz konzentriert für Botanikinteressierte die >Estufa Fria (das kalte Gewächshaus). Mitten im Park steht das >Azulejo-Kleinod: Pavilhao dosDesportos. Ganz in der Nähe gelangt man auch zum >Museum Gulbenkian. >Gulbenkian: ein Name, den man sich in Lissabon merken muss. Angefangen vom Museum bis hin zum Chor oder Orchester Gulbenkian.

Last but not least: das >moderne< Lissabon nicht ganz zu vergessen: weiter ‚tejoaufwärts‘ finden wir den >Parques das Nacoes, das Aus- stellungsgeländer der EXPO 1998 mit dem neuen Bahnhof >Gare do Oriente, quasi dem Pendant zum Cais do Sodre. Hier geht’s also nach Osten. Und hierhin fährt man am vernünftigsten mit der U-Bahn bis Station >Oriente. Zentrum bildet der >Pavilhao Atlantico, eine gigantische Vielzweck-Arena. Für den Tagesbesucher viel interessanter und wirklich empfehlenswert ist das Auarium, >Ocenario. Schon der Zugang ist imposant. Bei schönem Wetter reizt ein Spaziergang auf den Planken ‚über’die Wasserlandschaft entlang des Tejo. Im Hintergrund leuchten dann majestätisch die Stahlseile der Vasco da Gama Brücke. Östlich der Arena schlisst sich das Messegelände an. Zwischen Parques und Pavilhao verlockt ein grosses Einkaufszentrum, das >Centro Commercial

Gut, lassen wir es für’s erste genug sein. Wir wollen ja nicht die klassischen Reiseführer ersetzen. Aber Sie sehen sicher, Lissabon hat viel zu bieten – mehr als nur für ein Wochenende. Von den Museen wie >Gulbenkian bis hin zur > Oper am Rossio gibt es noch viel vorzustellen. Und von den Kirchen ganz zu schweigen. Die sind nun wieder eigentlich ein besonderes Kapitel wert. Wie z.B. >Sao Roque neben der Carmo-Klosterruine. Grösste und wohl prächtigste Kirche der Stadt.(Foto:Sylvesterkonzert 2016: Chor + Orchester Gulbenkian in Sao Roque)

Ach ja, einen >Fado-Abend sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen. Entweder am späten Abend in einem Restaurant in der Alfama oder dem Bairro Alto, die oft eher zufällig/spontan stattfinden. Oder organisert – einfach mal im Hotel oder Touristenbüro fragen

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