Neuseeland

ein reisereport:

Neuseeland – New Zealand – Aoteaora

Die Route:

1) Northland:  Auckland – Russel/Bayof Island – Coromandel/Hahei – Matamata Hobbiton – Taupo –  Wellington

2) Southland:  Abel Tasman NP/Kimi Ora – Punakaiki Beachfront – Akaroa – Christchurch

3) und last not least: Sylvester in Sydney (auf separater Seite)

Kia Ora Aoteaora !  Am Anfang war -> Gondwana, ein riesiger Kontinent der vor millionen Jahren in die Erdteile Antarktis, Australien, Afrika, Indien und Südamerika zerbrach. Und ein kleiner winziger Teil trifftete an den äussersten Rand der Südsee – in die Vergessenheit:  Aotearoa – New Zealand – Neuseeland.

Mit nur wenigen Lebewesen. Keinerlei Schlangen oder Säugetiere – keine Menschen. Und das blieb viele tausende Jahre so. Bis dann vor kurzem, gut 800 Jahren, so um 1280, die ersten Menschen aus der polynesischen Inselwelt den Weg mit ihren Kanus nach Neuseeland fanden. Sie nannten sich später: -> Maori. Und erst weitere 600 Jahre später betraten Weisse, aus England und Frankreich herangesegelt, die neuseeländische Nordinsel. ->Captain Cook 1779. Und wurden später -> Pakeha genannt.

Bis dahin hatte sich an der Insel-Fauna wenig verändert. Das Meer und die grossen Laufvögel, vor allem der somit ausgerottete -> Moa, reichten zur Ernährung aus. Die Weissen brachten dann Ratten, Mäuse, Schafe, Kühe usw. mit. Und Katzen und Hunde, zum Leidwesen der neuseeländischen Vögel, die eben keinerlei Feinde kannten. Aber trotzdem gibt es bis heue keine grossen Säuger – und schon garkeine Raubtiere. Keine Wölfe, keine Löwen, keine Bären – auch keine Rehe. Und keine Affen, die leider in Südafrika bei Wanderungen in der Natur nerven können. Aber auch keine Schlangen!   –   Die grössten Vögel, die sich uns gezeigt haben, waren die frechen ->Kea :)Und das sollte jeder Neuseeland Reisende im Hinterkopf behalten. Auch im tiefsten Buschland oder tropischen Farnwald besteht kein Grund für irgendwelche Befürchtungen!

Zurück zu den Menschen, den Maori und Pakeha. Schon die Tatsache, dass beide Volksgruppen über See auf dieses neue Seeland kamen, war ideale Voraussetzung für ein mehr oder weniger friedliches Miteinander. Weder Bodenschätze noch die Gier nach Reichtümern verführte zu gewaltsamen Annektionen wie vorher bei den Indianern in Nordamerika oder den Aboriginals in Australien. Schon sehr früh nach der Landung von Cptn. Cook besiegelte man 1840 mit dem Vertrag von ->Waitangi ein friedliches Miteinander. Eine quasi Verfassung nach dem Vorbild der englischen, die auch bis heute nicht ausformuliert oder in Schriftform festgelegt ist. Auch wenn noch lange Zeit mehr als 90% der Bevölkerung Maori waren. Heute fällt dem Reisenden schon recht deutlich auf, dass sich Maori und Pakeha doch recht vermischt haben. Maori sind von Natur her gross, stark, ja korpulent. Der heutige Durchschnitts-Neuseeländer ähnelt diesem Typus stark. Ohne in die US-amerikanische Burger-Fettfigur zu verfallen 🙂

OK – kommen wir zur Tour:

1) Auckland –  war Startpunkt der Neuseeland-Tour. Eine moderne pulsierende Grossstadt, nicht unähnlich unserer kleineren europäischen   –  Metropolen. Viktorianische Bauten mischen sich wild mit modernsten, nüchternen Verwaltungs-Hochbauten. Der Bauboom scheint ungebrochen. Stadtarchitekonisch geplante Strukturen lassen sich nicht erkennen. Was auffällt, ist die Ruhe im Strassenverkehr. „Woran erkennt man ein deutsches Auto? Nun – man hört es 🙂 “  E-Autos dominieren den Verkehr. Und somit eben japanische, taiwanesische oder us-amerikanische Modelle. OK, der eine oder andere E-Golf oder –BMW ist auch darunter. – Das Zentrum ist sehr übersichtlich. Die Musik spielt hauptsächlich auf der Achse ->Queenstreet, zwischen ->Aotea Square und -> Queens Warf. Gleich nebenan dasUniversitätsviertel, mindestens ebenso gross. Und totales Nichtrauchergebiet. Rauchen ist eh ein besonderes Thema in NZ. Oder eben nicht. Denn das Land ist quasi ein Nichtraucherland. Es gibt im ganzen Land keine Tabakläden oder –geschäfte, keine Automaten, keine Auslagen. Wer unbedingt Zigaretten kaufen will/muss, fragt im Supermarkt an der Kasse gezielt nach der Marke. Wenn er Glück hat, gibt es welche. Fast wie in alten DDR-Zeiten die „Bückware“ 🙂 Gut, dass wir Nichtraucher sind 🙂 🙂 Unten am Hafen, im Gebiet der Queens Wharf gibt es eine Vielzahl von Kneipen und Restaurants. Eines der besten findet man im alten Hafen-und Zollgebäude, echt empfehlenswert:

1.1.) ->Waiheki Island   –   Gut 30 Minuten mit der Fähre von Queens Wharf aus gelangt man zur vorgelagerten Insel Waiheki. Ein Ausflugsparadies für jeden Großstädter. Eine Traumlandschaft mit Buchten, kleinen Wäldern und sanften Hügeketten. Und! Wein! Waiheki ist ein Weinparadies. Weingut an Weingut. Auf nahezu allen kann man nächtigen und vor allem „wein-brotzeiten“ 🙂 Ein Rundfahrt-Bus, Hop-on-hop-off, bringt den Besucher vom Fähranleger in der Matiatia Bay über die Insel bis zum grössten Strand ->Onetangi Bay. Quasi ein must-do.

2.) Bay of Islands   – Auf nach Norden zur ->Bay of Islands und der ursprünglichen Landeshauptstadt ->Russel. Der Highway von Auckland aus wird schnell zur relativ gut ausgebauten zweispurigen Landstrasse. Es empfiehlt sich, Zeitfrage, die -> Toll Road 1 (kostet NZ$ 2,30) zu nutzen. Bezahlung bequem innerhalb von fünf Tage via Mobilephone. Wer jedoch ausreichend Zeit mitbringt, dem ist natürlich der ‚Hibiscus Coast Highway‘ über ->Orewa empfohlen. Landschaftlich sind beide beeindruckend: der Nordschwarzwald lässt grüssen. ‚Berg auf, Berg ab’. Und dass die Tannenwälder keine Tannen sind, kann man im vorbeifahren kaum erkennen 🙂 Es sind halt schlank gewachsene Kiefern. Also so was wie eine tropische Schwarzwald-Höhen-Strasse. Dann, am Strand in Russel angekommen, wähnt man sich eher in einem Rentner-Rückzugs-Camp. Gediegene weisse, viktorianische Holzvillen und eine Vielzahl modernster, in den Farnwald gebaute Ferienhäuser/-villen. – Und hier kommt wieder das „Neuseeland-Momentum“: wir hatten ein Häuschen oberhalb der Bucht mitten im exotischen Farnwald gemietet. Und auch auf den nächtlichen Heimwegen ohne jegliche Strassenbeleuchtung kam niemals irgendein Gefühl von Unsicherheit oder Unbehagen auf. Kein Raubtier oder Schlange, der man aus dem Weg gehen sollte. Lediglich die Rufe des ->Tui unterbrachen die Stille. Und gaben der Szene einen zusätzlichen exotischen Touch. Apropos Tui. Diese Vögel, ähnlich einer grossen schwarzen Amsel mit weissem Kehlkopf, galten fast als ausgestorben. Sie stossen einen eigenartigen, eben exotischen, sehr lauten Ruf mit Doppelklang aus. Sind sehr gelehrig bis neugierig. Mittlerweile gehören sie selbst in Städten wie Wellington zum Stadtbild. Und stören mitunter die Tagesruhe, da sie als Imitationsmeister sogar die Polizei- bzw. Krankenwagen-Sirenen imitieren können. Und so zu Verwirrung beitragen können 🙂

Am Strand in Russel fällt insbesondere ein gewaltiger Baum mit feuerroten Blüten auf. Ein -> Pohutukawa, oder auch Newzealand Christmastree genannt. Ähnlich wie der bei uns gängige Weihnachtsstern aus den Kanaren blüht er zur Weihnachtszeit rot auf. Erreicht aber eine Grösse, einer gewaltigen Eiche ähnelnd, mit schon kurz über der Erde beginnenden gewaltigen Ästen. Insbesondere an den neuseeländischen Stränden dient er als willkommener Schattenspender.  –   Von Russel aus bieten sich viele Schiffstouren an. Ohne Wasserfahrzeug ist man in der Bay of Islands eigentlich aufgeschmissen. Eine der Touren führt u.a. zum ->Hole in the Rock (Motukokako). Schon am Frühstückstisch konnten wir von unserer Terasse eine grosse Delfinschule beobachten, die zwischen den Segelbooten herumturnten. Begleitet von den Delfinen ging es dann eine knappe Stunde raus in die Südsee. Zu einer gewaltigen Felsinsel, geformt wie ein riesiger Elefant, der seinen Rüssel in das Wasser taucht. Und so einen grossen Torbogen, das Hole in the Rock bildet.

In Russel selbst, am Strand, ist übrigens das älteste neuseeländische, seit 1847 ständig betriebene Restaurant zu erwähnen – und auch zu empfehlen: The Gables (www.thegablesrestaurant.co.nz).

3.)-> Coromandel/Hahei: Nach Süden bis Auckland, um Auckland  herum und wieder nach Norden. Umständlich aber lohnend. ->Hahei ist eine Touristensiedlung am Strand, Ansammlung der verschiedenartigsten Ferienhäuser. Vom einfachsten Holzverschlag bis hin zur Edelvilla, Ressorts etc. Anscheinend wird hier im eigenen Haus bzw. Grill gespeist. Denn echte Shops findet man eher weniger. Auch „echte“ Restaurants ist eher Fehlanzeige. Aber egal. Der Strand ist breit und spitze. Ausserdem ist man hier eh nur wegen einerseits des Wassersports und der ->Cathedral Cove. Hier ragen mitten aus dem Wasser kleine, steile, bewaldete Felsnasen aus dem Wasser. Ähnlich wie man sie aus Thailand bzw. James-Bond-Filmen kennt. Piktoresk. Oder Felsdurchgänge (Rock Domes), die tolle Fotorahmen für die Urlaubsbilder geben. Mehr Selfie-Posierende als Sonnenanbeter 🙂 Bei Ebbe kann man durchaus trockenen Fusses dorthin gelangen. Ansonsten gibt es einen Boot-Shuttle-Service. Oder man geht hin- oder zurück oder beides über einen hervorragend angelegten Wanderweg oberhalb der Steilküste. Zu dieser muss man einige zig Holzstufen/Treppen entweder rauf oder halt steil runter klettern. Oben wandert man über Allgäuwiesen, entlang der Kiefern und baumartigen Farne. Mit phantastischem Ausblick über unzählige Buchten, die Südsee und in der Tiefe die Segler und vor allem viele, viele Paddler. Wer hier viel Zeit mitgebracht hat, kann die unzähligen Trails erwandern. Gut ausgeschildert, gut angelegt. Berühmt vor allem die Kauriwälder. Leider hatten wir nicht die Zeit hierzu.

Ein Muss sollte aber die ->Hot Water Beach sein. Ganz nah bei Hahei. Gibt es nur bei Ebbe! Also vorher nach den Gezeiten erkundigen. Unmittelbar am Strand quillt aus dem Boden auf einer Strecke von ca. 100 m heisses bis sehr heisses Wasser. Also man gräbt sich eine Kuhle, in die man sich reinsetzen kann. Achtung, das Wasser kann unerträglich heiss werden. Also für Frischwasser vom Meer sorgen. Wer keine Schaufel dabei hat – gibt es alles am Parkplatz. Zu kaufen oder zu leihen. Auch Duschen etc.pp.  Und in diesem Wasser-Schlamm-Becken geniesst man dann die Wärme, das Wasser, den Blick über das Meer und auf den Tropen-Farn-Wald hinter dem Strand. Ist interessanter Weise noch ohne Einrittsgebühr o.ä.!

4: Neuseeland ohne ->Hobbits oder Filmsets ->LotR geht nicht. Also hiess das nächste Ziel auf dem Weg in die ‚Landesmitte’ der Nordinsel, des Northland: ->Hobbiton. Was total überrascht, laut Guide haben über 40% der Besucher nie einen LotR-Film gesehen geschweige denn, eines der Bücher gelesen. Daher Achtung bei Buchung der Tour bzw. Auswahl des Tourbusses, möglichst chinesische Gruppen meiden. Die wollen eh nur Selfies machen und blockieren mit stoischer Ruhe die schönsten Plätze. Und vor allem osteuropäische Touristen scheinen auch recht unbeleckt in Sachen LotR zu sein. Und ohne Bus und Guide kommt man eh nicht in das Filmset. Aber dann. Der Kenner der Materie kann jetzt schwelgen. In Erinnerungen. Vor Frodo’s, Bilbo’s oder Sam’s Haus, im Grünen Drachen und so weiter. Eine kleine Flucht ins -> Auenland. Lohnt sich!! Infos zur Tour und Buchungsmöglichkeit gibt es hier: ->www.hobbitontours.com. Hier lassen sich natürlich Tag und Uhrzeit festlegen. Sollte man unbedingt im Vorhinein buchen. Vormittags scheint das Sinnvollere zu sein.

5:  Jetzt in der Mitte von Northland wird’s heiss. Nicht von oben – eher von unten. Denn das ganze Areal zwischen -> Roturua und -> Taupo und um den -> Lake Taupo herum ist Vulkangebiet. Hier kommen ‚an allen Ecken und Enden’ die lavaheissen Wasser aus der Erde. In Taupo, am nördlichen Seeufer, hatten wir unser Domizil mit tollem Ausblick bis hin zum stets schneebedeckten -> Tongariro. Taupo und Umgebung ist Thermal-/Kurgebiet. Entsprechend sind in den Kiefernwäldern eine Vielzahl von Ressorts mit entsprechenden Angeboten beherbergt bzw. sogar versteckt. Heisse Quellen aller Orte. Eine dieser schwefel-dampfenden ‚nature parks’ heisst ->Waimangu – Volcanic Valley. Man parkt am Visitors Centre und wandert einen gut ausgebauten und meisst geteerten Wanderweg über die Höhen und hinein ins volcanic valley. Vorbei an dampfenden Kraterseen, Wasserfällen deren Wasser gelbgrün schimmert. Und stinkt!! Wäre das Ganze nicht, bei strahlendem Sonnenschein, so farbexotisch mit giftigem Gelb oder Grün an den Uferrändern, teuflischem Rot der Felsbänke im Fluss, man könnte sich bestimmt fühlen wie mitten in ->Mordor. Geruchsmäßig auf jeden Fall 🙂 Und das erstaunlichste: am Ende des kleinen Flusses nach einer Strecke von ca. 6-8 km mündet er in einen Binsen und Kiefern umstandenen kleinen See. Und! schon auf den letzten Metern des Flusses tummeln sich Enten und schwarze (was sonst 🙂 ) Schwäne. Nun kann der Wanderer die 6-8 kam wieder zurückwandern. Oder sich ganz einfach in einen fahrplanmässig verkehrenden Shuttlebus setzen. Ein weiteres Ziel war der -> Craters of the Moon. Hier führt ein Holzbohlenweg über eine mit Heidekraut bewachsenen Ebene. Aus der aus allen Ritzen und Erlöchern weisser Dampf entweicht. Gut, dass man schützende Bohlen unter den Füßen hat. Denn sonst würde es auch mit dicksten Schuhen den Füßen zu heiss. Die Ebene wirkt wie eine grosse Kiefernlichtung, mit dem Blick auf den schneeweiss herüber leuchtenden Tongariro. Eine beeindruckende Landschaft, in der Tat!!                               Taupo selbst ist eine nette, kleine Provinzstadt, ein paar nette Einkaufstrassen, eine blickschöne Lakefront mit Kneipen, Cafes etc. Nur leider stets recht bis sehr windig. U.a. konnten wir dieses Restaurant testen und für wirklich echt gut einstufen: -> The Bistro, Tamamuto Street (Tel.073773111)

6.) Weiter ging es Richtung Wellington über das Bergmassiv des Tongariro NP(ca 1.200 m üNN). Eine Landschaft, wie wir sie jüngst beispielsweise auf ->Island  erlebt hatten. Karge Hochgebirgsfauna und der ’noch immer‘ schnee-bedeckte Tongariro. Nach Wellington gings dann durch immer grüner werdende Land(wirt)schaft runter auf 1m üNN und in den ->Cook- bzw. Marlborough Sound. -> Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands. So wie Canberra in Australien. Eine doch recht quirlige grössere Kleinstadt, eingezwängt zwischen den Bergzügen der -> Torarua Range und dem Cook Sound zwischen North- und Southland. Mit dem Ergebnis: es geht ständig ein doch recht starker, mitunter sehr nerviger Wind. An den Hängen drängen sich wieder alte viktorianische Holzvillen, der Hafen hat sich wie in vielen anderen Häfen in ein Vergnügungsviertel gewandelt, Museen wie das -> Te Papa – Museum of New Zealand! und andere öffentliche Gebäude charakterisieren das Hafenumfeld. Das Zentrum auch hier eine wilde Ansammlung moderner Verwaltungs-(Hoch)bauten, alle auch aus europäischen Stadtzentren bekannte Lables sind mit Shops vertreten. Dazwischen alte Repräsentativbauten und viel geschäftiges Leben. Eine Seilbahn, ähnlich der ->Neroberg-Bahn in Wiesbaden bringt die Touristen auf die grünen Höhen oberhalb der Stadt zum -> Botanic Garden. Wer Muße und gute Schuhe dabei hat, kann von hier aus viele Wanderungen zu ‚grünen Zielen’ – dem Town-Belt – unternehmen. Da gibt es den Northern- und den Southern Walkway, der -> Mt. Victoria lädt mit grossem Weitblick ein und natürlich, etwas weiter weg, -> Zealandia mit vor allem geschützten Vogelarten. Und mit Glück den -> Kiwi. Denn in freier Wildbahn sind die eigemtlich nicht zu sehen. Zumindest nicht auf der Nordinsel. Unten in Wellington sollte man mindestens noch einen Besuch im Parlamentsgebäude, dem -> Bee Hive machen. Für jedermann zugänglich, natürlich mit Security Check. Mit Glück kann man sogar in eine Parlaments- oder Ausschuss-Sitzung reinschaun.

Kleiner Tip für abends: unten an der Queens Wharf, Nr.5: ->Shed 5. Sheds, die ehemaligen Lagerhallen, beherbergen heute Kneipen, Künstlerateliers etc. Shed 5 ist witzig: man findet es anfangs garnicht. Denn im Shed 5 stolpert man zunächst in ein ‚Einfachst-Restaurant’ mit vorrangig chinesischer Bedienung. Dann geht man durchs Restaurant hindurch und landet vorbei an den Toiletten in einem echten Edelrestaurant mit sehr zuvorkommender Bedienung, edlem Ambiente und Edelküche. Tip!!

7) Auf zur Südinsel – mit der Fähre von Wellington rüber nach ->Picton.                 Kleine Seereise für 2 ½ Stunden – und echt englischem Frühstück: bacon, eggs and beans. Wenigstens das kann die englische Küche hervorragend 🙂 In Picton angekommen, lädt nach einer Fahrt durch die Weinberge der Marlborough-Region eines der besten Muschel-Restaurants Neuseelands zur Mittagspause: in ->Havealock der -> Mussel Pott, Mainroad 73. Mit den berühmten -> Greenlips Muscheln ! Wieder durch hochschwarzwald-mässige Landschaft landeten wir im -> Abel Tasman National Park, in -> Kaiteriteri. Kleiner Badeort nahe ->Motueka an den Buchten und Stränden des Marlborough-/Cook Sound. Typische Freizeit Oase für Wassersportler, Mountainbiker und Wanderer. Ebbe und Flut schaffen erstaunlich piktoreske Seen- und Uferlandschaften, eingerahmt von den mit Farnbäumen und Kiefern bewaldeten Höhenzügen. Insbesondere Paddler/Kanuten kommen hier gross raus. Sind doch die einsamen Buchten nur zu Wasser (oder Wanderern) erreichbar und somit einsam und nur vom Schreien der Tropenvögel, allen voran der Tui, unterbrochen. Heilig Abend und Weihnachten verbrachten wir im ->Kimi Ora Eco Ressort. Heilig Abend am Südsee-Strand und unter Farn-Palmen – das war eines unserer Ziele 🙂

8)  Und immer weiter nach Süden: Wir entfernten uns zwar ‚zusehends‘ vom Äquator. Aber die Landschaft wurde atemberaubender, südseehafter, exotischer, ja wilder. Durch bzw. zwischen ->Kahurangi NP und dem ->Nelson Lakes NP hindurch ging es an die Westküste zum ->Paparoa NP, zu den -> Pancake Rocks. Eine Felsformation mit echtem Südsee-Flair, geschichtet wie Pfannkuchen, umbrandet von den Wogen des Süd-Pazifik an schroffen Palmenhängen. Bounty-Like 🙂  -> Punakaiki Beach.

9) Jetzt gings Richtung Osten, einmal quer über die Südinsel, über den -> Arthurs National Park, über den -> Arthurs Pass. 924 m. Das war wirklich echte Hochgebirgslandschaft. Breite Flussbette, riesige, schneebedeckte Gebirgsmassive, teils über 3.000 m hoch (-> Mt. Cook). Lange Passstrassen, einsame Täler mit kleinen Seen. Kurz echte Bergromantik. So man das vom Auto aus sagen darf. Ein Paradies für Wanderer mit der nötigen Zeit. Spätestens hier war uns klar, wir müssen wieder kommen und das alles in Ruhe erkunden. Und geniessen. Auf dem Arthurs Pass hatten wir dann auch ein Treffen mit den ->Kea. Solch grosse Papageien hatten wir bisher noch nie gesehen. Auf der Westseite wandelte sich die Landschaft in typisches Farmland. „Hippi-Land“ 🙂 Denn Hipi ist das Maori-Wort für: Schafe 🙂 Die Westküste bot sich uns als „typisch irische“ Landschaft. Sanfte Hügel und Hänge, saftiges Grün, Weiden und Felder und fjordähnliche Buchten. Bis wir unser Tagesziel, die Bucht von -> Akaroa erreichten. Eigentlich eine kleines Stück Frankreich in Neuseeland. Auch die Franzosen hatten hier etwas Fuß gefasst. Der Naturhafen von Akaroa ist eigentlich ein gefluteter Krater. Er dient heute sogar als Ankerplatz für die Kreuzfahrt Riesen, die im benachbarten Christchurch nicht ankern können. Der Hafen dort ist nach dem Erdbeben von 2011 noch immer nicht funktionsfähig. Der kleine Hafen- und Touristenort Akaroa ist eigentlich mit den Kreuzfahrer-Massen überfordert. Aber eben ein begehrtes Ziel. Ein kleines Stück Frankreich oder Bretagne in der Südsee. Kleine bunte, putzige Holzhäuser, französische Straßennamen und Begriffe. Ja, ein bisschen französisches Flair. Empfehlenswert zu nennen ist hier das -> The Little Bistro (Rue Lavaud). Schade, hätte besser ‚Le Petit Bistro’ genannt werden sollen. Klein, beschaulich, hervorragende Küche. Reservierung sehr zu empfehlen. Ansonsten ist Akaroa ein echter Ferienort für Wassersportler, Biker, Wanderer. Für jeden etwas!

10) Zum Abschluss der Tour, last but not least: ->Christchurch. Eine Stadt mit, leider, zwei Gesichtern: das alte, historische und vom ->Erdbeben 2011 (22.2.2011/12.51) und wieder im -> Februar 2016 nahezu völlig zerstörte und noch immer voller Narben – und das neue, moderne. Zumindest hat man versucht, neues Leben zu installieren. Zwischen den Ruinen. Sehr beklemmend. Sinnbildlich für diese kaputte Stadt steht die Ruine der Cathedrale. Selbst der Engel auf der Statue vor der Kirche ist noch immer mit einem Sicherheitsgurt am Kreuz befestigt! Die in den neuen Einkaufspassagen gezeigt Fröhlichkeit, Unbekümmertheit wirkt auf den Fremden – doch recht befremdlich. Ja bedrückend. Eine blühende, lebendige Großstadt zerissen von Bürohochhaus-Ruinen. Abriss ist einfach zu kostspielig. Und so  bleiben diese Baunarben als ständige traurige Erinnerung. Riesige Grünflächen mitten in der Stadt. Und grosse Hinweisschilder: Achtung hier könnten Stromkabel liegen. Nicht buddeln. Aber auch ein buntes, touristisches Christchurch hat sich wieder etabliert. Die alte Tramway bringt die Touristen durch alte, bunte Einkaufstraßen (bisschen einem Holländer-Viertel ähnelnd) – und eben wieder vorbei an den Erdbeben-Wunden. Doch Christchurch erhebt sich so langsam wieder wie ein waidwunder Phoenix aus der Asche. Hoffentlich!

Die Umgebung von Christchurch lädt natürlich wieder zu weitläufigen Wanderungen oder Erkundung der Höhenzüge, per Seilbahn rauf den-> Mt. Cavendish oder über die vulkanischen Höhenzüge, über den -> Crater Rim Walkway. Hier oben kann man im wahrsten Sinn des Wortes wieder frei aufatmen – und die neuseeländische Flora und ‚Geostruktur‘ geniessen. Auch wenn der Rimwalk ja nichts anderes als eine Wanderung auf dem Kraterrand ist!

Leider reichte die Zeit – für uns – nicht, um die Südinsel weiter zu erkundigen. Hatten wir doch das Gefühl: jetzt geht es erst richtig los. Also werden wir wiederkommen. Die 2018er Tour war quasi ein Appetizer auf Neuseeland. Und dieses Amuse-Gueule hat gemundet. CU NZ!

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