4. Station – Hiroshima

Shinto-Torii auf der Insel Miyajima

Atomic-Bomb-Dome im Friedenspark

Auf jeder Japan-Reise eigentlich ein absolutes Muß! Denn in > Hiroshima warten gleich zwei ‚Must-sees‘! auf den Reisenden. Beide sind weltweit bekannt und berühmt. Das eine steht für das ‚optische‘ Japan schlechthin und ist auf Milliarden von Mobiltelefonen und Computertastaturen als e-moji präsent: > das Große Shinto-Tor auf der kleinen vorgelagerten Insel  > Miyajima.  – Das andere ist traurige-berühmt, zumindest dessen Bedeutung, der > A-Bomb-Dome im Friedenspark von Hiroshima. Beide sind Weltkulturerbe.

> Miyjima: mit der ‚S-Bahn‘ fährt man vom Hbf Hiroshima zum Bahnhof Hiroshima-guchi und steigt dort in eine der Fähren. Diese fahren quasi ständig, also kaum Wartezeit. Auch wenn die Besuchermassen Oktoberfest-Dimensionen besitzen. Die Insel ist heilig und steht unter totalem Naturschutz. Heißt, hier darf und wird kein Baum gefällt oder sonstwie in die Natur eingegriffen. Das zeigt sich vor allem durch die allgegenwärtigen Rehe, die ähnlich den Touristen überall neugiertig rumlaufen. Die einen auf Suche nach Futter, die anderen auf der Suche nach dem optimalen Bild des Shinto-Tores, zum Beten oder einfach nur, weil es eben ein must-see ist. Bei den Rehen sollte man auf den eigenen Proviant achten. Die Tiere sind nicht nur zutraulich  sondern auch recht bestimmend.

Das Shinto-Tor steht bei Flut mit den ‚Füßen‘ im Wasser und stellt schon ein äußerst pittoreskes Fotomotiv dar. Hauptpart ist allerdings der Schrein. Einer der bedeutensten Schreine des Landes (> Itsukushima-Schrein). Vorbei an einem  riesigen, roten Gebets-Pavillon mit angebl. tausend Tatami-Matten (>Senjoka-ku Pavillon) aus dem 16. Jhdt. gelangt man zum Kloster bzw. den Klosteranlagen. Im Umfeld dieser Kulturstätte glaubt man allerdings, sich in einer japanischen Drosselgasse wiederzufinden. Gassen in denen sich Kneipe an Kneipe, Souvenierladen an Andenkenladen, Lebensmittelbude an Bude reiht.  Was aber den weniger konsumsüchtigen Touristen, egal ob Japaner oder nicht, wohl besonders erfreut haben mag: die Kirschblüte war da. Explosionsartig überzog die weiße Blütenpracht die säumenden Bäume und Büsche. Die 5-stöckige Pagode oberhalb des Klosters ragte da raus  malerisch hervor.

> Atomic -Bomb-Dome: Für uns Deutsche sicher ein besonderer Ort bzw. Ereignis. Am 6. August 1945 wurde über Hiroshima die erste Atom-Bombe abgeworfen. Hätte der Krieg in Deutschland nicht schon vorher am 8. Mai 1945 geendet, dann ……

Die noch nicht ganz zusammengefallene Ruine des IHK-Gebäudes von Hiroshima wurde im zerbombten Zustand belassen und ist jetzt eine  Erinnerungsstätte für dieses grausame  apokalyptische Ereignis. Auf der gegenüberliegenden Seite des Motoyasu-gawa Flusses wurde ein Friedenspark errichtet in Gedenken der Getöten der unterschiedlichsten Nationen, ein > Childrens-Peace-Monument, der ewigen Friedens-Flamme vor einem > Cenotaph nit allen Namen der Atom-Bomen-Opfer.  Abgeschlossen wird der Friedenspark-Komplex vom > Hiroshima Peace Memorial Museum. Hierzu muß man sich vor Ort und unkompliziert oder vorher online ein Ticket besorgen und kann kostenfrei das Museum besuchen.  –  Die mittlerweile eingesetzte Kirschblüte taucht das ganze Areal in ein nahezu kitschiges ‚Wohl-Gefühl‘ bzw. brutale Gegensätzlichkeit.

Übrigens: deutsche Bierkultur gibt es auch. Ziemlich in Bahnhofsnähe, versteckt unter einer Hochstraße 🙂

Wer genügend Zeit in seinen Besuchsplan eingebaut hatte, dem sei vor allem das >Hiroshima Castle und der > Hijiyama-Park empfohlen. Details und Beschreibungen hierzu finden sich in jedem einschlägigen Reiseführer. Hiroshima ist ansonsten eine quirlige, moderne Großstadt mit allem, was dazu gehört. Größere Distanzen innerhalb bewältigt man am ehesten mit der Straßenbahn. Auch hier gilt natürlich, mit der > Suica-Karte zahlen.

Die Bilder-Galerie:

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Ankunft in Hiroshima
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mit dem Shinkansen nach Hiroshima
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Miyajimacho (Miayjima) - das 'Große Torii' (Shinto-Tor) vor dem Itsuku-shima Schrein
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Miyajimacho (Miayjima) - Sake-Fässer vor dem Itsuku-shima Schrein
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am Itsuku-shima Schrein
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am Itsuku-shima Schrein
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5-stöckige Pagode am Itsuku-shima Schrein
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der Atom-Bomben-Dom gegenüber dem Friedenspark
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A-Bomb-Dome, frühere IHK
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Friedens-Monument im Friedenspark
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Kenotaph mit allen Namen der Atom-Bomben-Opfer - vor der ewigen Friedensflamme und dahinter der A-Bomb-Dome
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'deutsche' Kneipe am Hiroshima-Bahnhof, unter einer Brückenauffahrt

Fotogalerie Japan - Hiroshima